Erstellt am 22. April 2015, 08:40

von Michael Pekovics

Die Entwicklung war ja absehbar. Michael Pekovics über hohe Fluktuation und die Notwendigkeit eines besseren Angebots für Ärzte.

Die Wartelisten für Operationen werden länger werden. Zumindest lässt das die aktuelle Entwicklung im Krankenhaus Oberwart vermuten. Drei Assistenz- und vier Fachärzte werden derzeit im Oberwarter Krankenhaus gesucht, die frei werdende Stelle von Primarius Manfred Prager als Leiter der Chirurgie ist da noch nicht dabei. Vor allem Anästhesisten sind heißt begehrt, stellen sie doch quasi den „Flaschenhals“ in der OP-Versorgung dar.

Natürlich ist einer der Hauptgründe für diese Entwicklung das neue Arbeitszeitgesetz für Ärzte. Andere Bundesländer haben das Problem bereits gelöst, im Burgenland wird weiter verhandelt. Das nächste Mal am kommenden Montag, wo sich erneut Ärztekammer und Landesrat Peter Rezar gegenübersitzen.

Letzterer muss sich als Verantwortlicher für das burgenländische Gesundheitssystem den Vorwurf gefallen lassen, nicht rechtzeitig gehandelt zu haben. Denn die anderen Bundesländer, wo die Gehaltsfrage bereits geklärt wurde, sind für Ärzte attraktiver. Und das führt natürlich dazu, dass das Burgenland Ärzte verliert. Wer wohnortnah versorgen will, muss sich das auch etwas kosten lassen.