Erstellt am 25. April 2012, 00:00

Die Ritter sind eine Familie. MICHAEL PEKOVICS über die Güssing Knights und ihr richtungsweisendes Modell.

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Mit einer derart erfolgreichen Saison hat bei den Güssinger Basketballern kaum jemand gerechnet – nicht die Fans, nicht das Management und vielleicht nicht einmal die Spieler. Die Ritter haben bewiesen, dass sich langsame, kontinuierliche Aufbauarbeit gepaart mit sozialem Umgang mit den Spielern lohnt. Zur Erinnerung: Der Vertrag mit Marcus Heard wurde trotz einer langwierigen Verletzung nicht aufgelöst, der US-Amerikaner dankte es mit vollem Einsatz zu Saisonende. Und wenn Aco Djuric, einer der besten Center in Österreich, seinen Vertrag um weitere drei Jahre – mit Option auf mehr und ohne Ausstiegsklausel – verlängert, dann ist das ein Zeichen dafür, dass die Stimmung im Verein tatsächlich ausgezeichnet ist. Wenn es Güssing nun tatsächlich gelingt, alle Spieler zu halten, dann ist in der nächsten Saison noch mehr möglich. Das beweisen derzeit die Klosterneuburg Dukes, die mit einer ähnlichen Philosophie im Halbfinale stehen. Hart treffen könnte die Knights nur der Abgang von Thomas Klepeisz ins Ausland. Wenn es aber so sein soll, würde der Verein ihm sicher keine Steine in den Weg legen. Dazu sind die Güssinger Ritter einfach zu sehr Familie als Wirtschaftsbetrieb.

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m.pekovics@bvz.at