Erstellt am 15. Januar 2014, 23:59

von Michael Pekovics

Die Tugenden sind gewandert. Michael Pekovics über den Unterschied zwischen den Oberwart Gunners und den Güssing Knights.

Die Güssing Knights sind an der Spitze des österreichischen Basketballs angekommen. Angesichts des Saisonverlaufs und des überzeugenden Derbysiegs gegen Oberwart dürfen sich die Ritter mit Fug und Recht „Nummer eins im burgenländischen Basketball“ nennen.

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. So wie in Oberwart vor einigen Jahren ist in Güssing derzeit eine „goldene“ Generation am Werk. Mit den Klepeisz-Brüdern, Sebastian Koch, Manuel Jandrasits und auch Philipp Horvath verfügen die Knights über vier bundesligataugliche Eigenbauspieler, angereichert mit erfahrenen (Marcus Heard, Anthony Shavies) und hungrigen (Travis Taylor, Ricardo Dias Bodra) Legionären eine perfekte Mischung.

Genau das fehlt Oberwart im Moment. Zwar gibt es mit Hannes Artner und Hannes Ochsenhofer sowie Jason Johnson drei Routiniers, die müssen sich aber Jahr für Jahr auf neue Mitspieler einstellen. In Güssing hingegen mussten mit Taylor und Dias Bodra nur zwei Spieler integriert werden, Shavies kennt die Ritter ja schon aus früheren Jahren.

Einen wesentlichen Anteil am Höhenflug hat aber auch Headcoach Matthias Zollner, der mit seiner Akribie und deutscher Gründlichkeit vielleicht der entscheidende Baustein für die möglicherweise erfolgreichste Saison aller Zeiten ist.