Erstellt am 23. September 2015, 05:57

von Michael Pekovics

Ein „Bein“ allein kann zu wenig sein. Michael Pekovics über die ersten Flecken auf der bisher lupenreinen Knights-Weste.

Gerüchte über mögliche Finanzprobleme der Güssing Knights gibt es schon seit Monaten. Bisher wurde das von „Mr. Basketball“ Reinhard Koch aber nicht bestätigt.

Jetzt ist die Katze aus dem Sack – die Firma des Klubbosses, der auch Hauptsponsor ist, hat finanzielle Probleme, Gehälter aus der Meistersaison wurden noch nicht bezahlt. Laut Koch liegen die Schulden „unter 100.000 Euro“, Insider vermuten aber, dass der fehlende Betrag weit höher sein könnte.

Die Situation wirft erstmals Schatten auf das bisher so hoch gelobte Projekt der Güssinger Ritter. Das ist schade für den Verein, aber auch für den österreichischen Basketball. Schließlich war der bisherige Erfolg von Güssing quasi Musterbeispiel dafür, wie ein Verein aus der „Provinz“ sportlich für Furore sorgen kann.

Das Problem ist, dass der Erfolg zum überwiegenden Teil auf dem Engagement von Reinhard Koch basiert, der selbst sagt, dass „der Verein nur auf mich aufgebaut ist“. Bricht dessen Unterstützung jetzt aber aufgrund wirtschaftlicher Probleme seines Unternehmens weg, dann fehlt plötzlich die finanzielle Basis.

Panik bricht deshalb in Güssing aber noch keine aus, zu oft hat Koch bewiesen, dass er Lösungen finden kann. Die Frage ist nur, wie lange das gut geht – persönlich und sportlich.