Erstellt am 03. August 2011, 00:00

Ein Boot und viele Kapitäne. MICHAEL PEKOVICS über Koordinationsprobleme in der Verkehrspolitik.

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Koordination ist nur dann leicht, wenn alle Fäden in einer kompetenten und unabhängigen Hand zusammenlaufen. Das gilt vor allem für den Verkehr. Das Thema brennt speziell im unteren Pinka- und Stremtal, grundsätzlich aber im gesamten Südburgenland unter den Nägeln. Es gibt: Mobilitätszentrale, Verein mobiles Burgenland, Verkehrsverbund Südburgenland, Verkehrsverbund Ostregion, Wirtschaftskammer und wahrscheinlich noch viele Organisationen mehr. Zuständig für die Verkehrsplanung ist jeder ein bisschen, aber keiner so richtig. Die Bürgermeister sollen schauen, welches System richtig für sie ist, hieß es beim Mobilitäts-Workshop in Großpetersdorf (siehe Seite 22).

Es ist schon richtig, dass jeder Ort anders ist und wahrscheinlich auch jeder Ortsteil. Aber dennoch braucht es einen Gesamtplan, ein übergeordnetes Gebilde, an das man sich halten kann. Schließlich betont die Politik doch bei jeder Gelegenheit bevorzugt bei der Eröffnung von Umfahrungen , dass Verkehrsinfrastruktur die Lebensader für die Wirtschaft ist. Genau diese Ader fehlt aber an vielen Stellen im Südburgenland.

m.pekovics@bvz.at