Erstellt am 15. Oktober 2014, 08:30

von Daniel Fenz

Ein Impuls für die Unparteiischen. Daniel Fenz über Jan Uwe Thiel, der eine Karriere als Schiedsrichter anpeilt.

Im Alter von 14 oder 15 Jahren wissen viele Jugendliche noch nicht, welche Berufsrichtung sie einmal einschlagen wollen. Jan Uwe Thiel aus St. Martin ist da anders. Er will nicht nur als Schiedsrichter Karriere machen, sondern weiß schon jetzt genau, welche berufliche Laufbahn er einschlagen wird.

Irgendwann will er als Anwalt Klienten vertreten. Trifft sich gut, dass Thiel auch im Fußball für „Recht und Ordnung“ sorgen kann. Der junge Mann hat Großes vor – wenn man mit ihm spricht, wirkt es, als ob er seine Ziele auch verwirklichen kann. Erst am Wochenende feierte der Jung-Schiri bei einem U14-Match seine Premiere als Unparteiischer. Danach gab es Lob von allen Seiten für sein konsequentes Auftreten. Auch die Spieler waren zufrieden mit dem „Gepfeife“ ihres gleichaltrigen Kollegen.

Dabei hatte er erst andere Pläne. Wie seine Freunde kickte er jeden Tag, bis ihn eine Verletzung zurückwarf. Thiel machte aber aus der Not eine Tugend und schlug den Weg als Referee ein. Damit könnte er zum Vorbild für einige seiner Alterskollegen werden, die – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr selbst gegen den Ball treten können. Denn eines ist klar: Das burgenländische Schiedsrichterwesen braucht mehr solcher Typen wie Jan Thiel.