Erstellt am 02. November 2011, 00:00

Ein Jahr vor der Wahl ist zu spät. MICHAEL PEKOVICS über die Finanzen der Stadt und warum alles so lange dauert.

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Oberwart braucht ein Sanierungskonzept. Zumindest in diesem Punkt sind sich alle einig. Nur über das „Wie“ herrscht Uneinigkeit. Die SPÖ – genauer: Bürgermeister Gerhard Pongracz – will externe Experten engagieren, die ÖVP bevorzugt eine interne Variante. Und damit ist sie nicht allein. Denn schon vor rund zwei Jahren hatte SPÖ-Gemeinderat Nik Steiger ein Konzept zur Konsolidierung gefordert, sein Antrag wurde auch angenommen. Und dann – passierte nichts. Klaus Gartner hat Recht, wenn er aufs Gas drückt und davor warnt „wieder ein Jahr zu vergeuden“. Schließlich sind seit dem Auffliegen des Finanzdebakels rund 2,5 Jahre vergangen. Natürlich war es in erster Linie vorrangig, die Verwaltung neu zu organisieren und Pongracz hat wohl recht, wenn er meint, dass „unsere Mitarbeiter Tag und Nacht gehackelt haben wie die Wilden“. Aber das allein entlässt den Bürgermeister, seinen Amtsleiter Werner Gilschwert, den Stadt- und den Gemeinderat nicht aus der (politischen) Verantwortung für die Stadt zu arbeiten. Nur wird es im langsam beginnenden Wahlkampf mit Sicherheit schwer bis unmöglich, gute Lösungen für die marode Finanzsituation der Stadt zu finden.

KOMMENTAR

m.pekovics@bvz.at