Erstellt am 20. Oktober 2010, 00:00

Ein Markt für die Zukunft. MICHAEL PEKOVICS über die Chance „Soja“ für heimische Landwirte.

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Von vielen Landwirten wird die Sojabohne derzeit noch milde belächelt. Die Expansion von Mona in den Nahen Osten zeigt aber, dass das Produkt große Chancen für zukünftige Märkte eröffnet, vor allem auch deswegen, weil „unsere“ Sojabohnen gentechnikfrei sind. Das Klima für den Anbau ist hierzulande perfekt, doch derzeit werden gerade einmal zwei Prozent der Anbaufläche dafür genutzt. Deshalb muss jährlich eine Menge von rund 600.000 Tonnen importiert werden – in Österreich werden gerade einmal rund 50.000 Tonnen produziert, vorwiegend in Oberösterreich und im Burgenland.

Laut Experten wäre auch die vierfache Menge (200.000 Tonnen) möglich. Dennoch liegt Österreich damit hinter Italien und Frankreich in Europa auf Platz drei. Unternehmen wie der Mona wird das Leben zusätzlich dadurch erschwert, dass die Bezeichnung „Milch“ (Sojamilch) seitens der EU nicht erlaubt ist. Trotzdem beweist die Zusammenarbeit des „kleinen“ in Oberwart beheimateten Unternehmens mit dem größten Safthersteller in Saudi-Arabien, dass – wenn vielleicht auch nicht in Österreich – am internationalen Markt durchaus gute Geschäfte zu machen sind.

m.pekovics@bvz.at