Erstellt am 20. April 2011, 00:00

Ein Schnitt ins eigene Fleisch. Der SV Kirchfidisch und Schiedsrichter Josef Böhm werden wohl nicht mehr miteinander warm. Als Reaktion auf die Schiri-Leistung am Samstag droht Obmann Georg Posch nun, bei einer neuerlichen Einteilung von Böhm bei einem Kirchfidisch-Spiel einfach nicht anzutreten.

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Der SV Kirchfidisch und Schiedsrichter Josef Böhm werden wohl nicht mehr miteinander warm. Als Reaktion auf die Schiri-Leistung am Samstag droht Obmann Georg Posch nun, bei einer neuerlichen Einteilung von Böhm bei einem Kirchfidisch-Spiel einfach nicht anzutreten.

Nun gut: Die Kirchfidischer werfen Böhm vor, drei Tore zu Unrecht aberkannt zu haben. Solche Streitfragen gehören aber zum Fußball wie das Amen zum Gebet, und ob die besagten Pfiffe nun richtig oder falsch waren, liegt wie so oft im Auge des Betrachters. Eines ist jedenfalls klar: Die Ankündigung des Vereins, im Fall des Falles nicht anzutreten, ist nicht gut überlegt, gleicht so ein Vorgehen doch einem Schnitt ins eigene Fleisch, weil es dem Verein teuer zu stehen kommen würde.

Im Kern wird mit Kirchfidischs Aufbegehren aber doch ein reales Problem angesprochen: Teilweise kommen aufgrund des Schiedsrichtermangels Referees in Kampfmannschaftsspielen zum Einsatz, die das, nennen wir es „optimale“ Alter, bereits überschritten haben. Und dennoch: Gerade diesen Veteranen gebührt Lob und Dank, dass sie mit ihrem Einsatz helfen, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten.

a.koller@bvz.at