Erstellt am 10. Juni 2015, 07:38

von Michael Pekovics

Ein Zentrum für keine Flüchtlinge. Michael Pekovics über die Asylthematik in der Bezirkshauptstadt.

Das in der Vorwoche eröffnete Diakonie-Forum soll ein Begegnungsort für Menschen werden, die aus ihrer Heimat flüchten mussten:

Asylwerber werden selbst ebenso freiwillig mithelfen wie Ehrenamtliche und Mitarbeiter der Diakonie. Ein guter Ansatz für Integration, ein solches Zentrum hat vor allem einer Bezirkshauptstadt wie Oberwart seine Berechtigung. Denn auch wenn in der Stadt selbst kein einziger Flüchtling untergebracht ist, so treffen sich in der „Metropole des Südens“ natürlich auch Asylwerber, die in den Quartieren der Region wohnen.

Für Bürgermeister Georg Rosner wären „20 bis 25 Menschen eine Zahl, die wir unterbringen könnten, damit hätten wir sicher keine Probleme, kleine Einheiten sind besser als große“. Über Quartiere verfügt die Stadtgemeinde aber nicht, die Initiative müsste also von anderen Organisationen oder Privatpersonen ausgehen.

Mit dem Diakonie-Forum hat Oberwart anderen Städten jetzt aber schon einmal einen Schritt voraus. Das Begegnungszentrum könnte zu einem Musterbeispiel für gelebte Integration werden – und das in einer Stadt, in der keine Flüchtlinge ansässig sind.