Erstellt am 04. Mai 2016, 05:24

von Dietmar Heger

Eine gute Sache, trotz der Kosten. Didi Heger über die Einführung von Referees in den Reservespielen der 1. Klasse.

Die Information des Burgenländischen Fußballverbands, dass ab der Saison 2016/17 aufgrund der großen Anzahl an Schiedsrichtern auch die Spiele der Reserveteams in der 1. Klasse besetzt werden und die Unparteiischen im Anschluss zudem als Assistenten bei der Kampfmannschaft dabei sind, wird nicht von sämtlichen Klubvertretern gutgeheißen. Wieder kommen auf die Vereine zusätzliche Kosten – konkret von 80 Euro pro Heimspiel – zu.

Trotzdem ist es aus zwei Gesichtspunkten eine gute Sache. Erstens muss man den neuen Schiedsrichtern eine Plattform geben, um regelmäßig praktische Erfahrungen sammeln zu können. Sonst werden sie dem Fußball nicht treu bleiben. Und es ist noch nicht lange her, als am Ende der Saison aus Mangel an Referees nicht alle Spiele besetzt werden konnten.

Zweitens werden aktuell die Begegnungen der Reserveteams großteils ohne Regeln absolviert. Zwar erklärt sich oftmals ein Laie dazu bereit die Begegnung zu pfeifen, doch von einem geordneten Ablauf kann keine Rede sein. Die „Freiwilligen“ trauen sich oft nicht, die notwendigen Strafen auszusprechen – und wenn sie es doch tun, werden sie nicht ernst genommen. Daher bleibt festzustellen: Trotz der Kostenfrage überwiegen in diesem Punkt einfach die positiven Argumente.