Erstellt am 23. März 2011, 08:05

Eine Klage wird Streit vertiefen. MICHAEL PEKOVICS über den Roten Bus und warum eine Klage wohl wenig Sinn macht.

 |  NOEN
Auch rund drei Monate nach dem Aus für den Roten Bus scheint sich keine Einigung abzuzeichnen. Zwar wurde immer wieder in Aussicht gestellt, dass das Projekt in alternativer Form weiter geführt wird, derzeit stehen die Zeichen aber eher auf Sturm. Eine Klage des Vereins gegen Landesrätin Verena Dunst wird die Wogen sicher nicht glätten. Auf der anderen Seite kann es aber nicht so schwer sein, sich zusammen zu setzen, die Zahlen auf den Tisch zu legen und gemeinsam mit Experten zu bewerten.

Der Bevölkerung, die den Bus genutzt hat, wird es egal sein, wie er heißt oder wie viele Menschen damit im Jahr 2009 unterwegs waren. Für sie zählt schlussendlich nur die Frage, ob sie ohne Auto mobil sein können oder nicht. Keine Frage, dass ein derartiges Nahverkehrs-Projekt kostendeckend sein kann, scheint angesichts der Größe und der dünnen Besiedelung der Region schwer vorstellbar. Und ob Obmann Peter Vadasz mit seinen 225.000 Fahrgästen oder Dunst mit ihren 60.000 Recht hat, müssen vermutlich die Gerichte entscheiden. Aber irgendwie will jeder, dass der Bus wieder fährt – um sich dann den Erfolg auf die Fahnen heften zu können …