Erstellt am 18. Mai 2011, 00:00

Ende der Spirale ist nicht in Sicht. MICHAEL PEKOVICS über die jährlich steigenden Kosten für das Pendeln und die Folgen.

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In einigen Jahren wird es den Verantwortlichen leidtun, nicht mehr Geld in die Bahn investiert zu haben. Denn seit 2006 sind die Ticketpreise des Verkehrsverbunds Niederösterreich-Burgenland um rund 20 Prozent gestiegen – ein Ende ist nicht in Sicht. Denn dass der Preis für Energie generell und Öl speziell langfristig noch mehr steigen wird, ist abzusehen. Ebenfalls liegt auf der Hand, dass das südliche Burgenland mittel- und langfristig eine Pendlerregion bleiben wird.

Natürlich werden auf lange Sicht auch die Preise fürs Bahnfahren steigen (müssen), aber dennoch dürfte der Preis für Strom nicht im gleichen Ausmaß explodieren wie für Treibstoff. Pendeln mit Bus und Bahn ist derzeit noch viel billiger als mit dem Pkw und wird es auch in Zukunft bleiben. Dass die Stadt Wien jetzt ein flächendeckendes Parkpickerl überlegt, wird zusätzlicher Anstoß sein, das Auto stehen zu lassen. Die Südburg wird sich über mehr Fahrgäste freuen und wohl bald neue Linien installieren müssen. Die Notwendigkeit, pendeln zu müssen, wird aber bleiben. Alternativen zum Bus wären dennoch wünschenswert. Allein schon deswegen, weil Konkurrenz den Preis drückt.

m.pekovics@bvz.at