Erstellt am 17. Februar 2016, 05:19

von Daniel Fenz

Es bleibt kein dankbares Amt. Daniel Fenz über den Wechsel in der Führungsetage bei Fußball-Traditionsklub SV Oberwart.

Wenn Michael Leitgeb in einem oder vielleicht auch zwei Jahren auf seine seit 2013 tätige Amtszeit als Obmann des SV Oberwart zurückblickt, wird er feststellen, dass er vieles erreichte. Er übernahm den Traditionsklub in einer schwierigen Phase – sportlich wie finanziell – und konsolidierte diesen trotz Abstieg aus der Regionalliga.

Sein neu geformtes Team schaffte den sofortigen Wiederaufstieg nach einem kurzen Intermezzo in der BVZ Burgenlandliga. Er wollte mehr – was in der Bezirkshauptstadt durch fehlende Akzeptanz (Ära Linzer) schwer möglich scheint. Daher zieht sich Leitgeb im Juni zurück und übergibt an Nachfolger Thomas Horvath.

Dessen Visionen von einer „regionalen“ Auswahl mit hoher Durchlässigkeit aus dem Nachwuchs, gepaart mit Top-Legionären, liest sich auf dem nackten Papier gut, wird aber von diversen Klubs im Süden schon seit Längerem praktiziert: Ergo kann und wird das auch nicht das Alleinstellungsmerkmal der Oberwarter sein. Außer: Es geht so hoch hinauf wie nur möglich, um den Kickern und den Zusehern etwas zu bieten, was nicht überall geboten wird. Doch dann muss wohl wieder viel Geld in die Hand genommen werden.

Eines ist klar: Es gibt dankbarere Aufgaben als Obmann des Oberwart zu sein, das wird auch Horvath schnell feststellen.