Erstellt am 03. August 2011, 00:00

Es bräuchte nur eine Regel. MICHAEL WELLER über die Möglichkeiten der Manipulation im ITN-System.

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Sämtliche Schwindeleien werden verhindert. So pries der Österreichische Tennisverband (ÖTV) das neue Bewertungssystem International Tennis Number an. Außerdem bringe es mehr Klarheit, einzelne Spieler ließen sich dadurch besser vergleichen. Zwei Jahre später zeigen sich aber die Mängel der ITN. Die Berechnungsgrundlagen sind für viele Spieler undurchschaubar. Auch scheint das System wenig ausgereift Doppelerfolge werden etwa gar nicht berücksichtigt.

Größtes Problem ist aber, dass den Schwindeleien im Tennis eben nicht der Garaus gemacht wurde. Im Gegenteil. Durch die Möglichkeit, vereinsinterne Spiele zu berücksichtigen, ist dem Betrug Tür und Tor geöffnet.

Spieler können ihren Wert nach Belieben durch absichtliche Niederlagen nach unten korrigieren. So können sie an Turnieren teilnehmen, für die sie einen zu hohen ITN-Wert hätten.

Und nach dem Turnier? Da wird die interne Niederlage einfach wieder gelöscht und der Wert springt wieder nach oben.

Vom Verband werden die Probleme bisher ignoriert. Mangels Regel hätte der ÖTV auch gar keine Handhabe. Dabei ließe sich eine solche Regel leicht beschließen es müsste nur die Berücksichtigung vereinsinterner Spiele abgeschafft werden.

sport@bvz.at