Erstellt am 25. Mai 2011, 00:00

Fakten schaffen neue Regeln. MICHAEL PEKOVICS über die immer größer werdenden Probleme für Fußballvereine.

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Auf kurz oder lang wird es weniger (Fußball)vereine geben als derzeit. Dass diese Vorhersage ausgerechnet im „Jahr der Freiwilligen 2011“ zu treffen ist, mag kurios sein. Aber die Fakten sprechen eine klare Sprache: Eine sinkende Anzahl an Jugendlichen, denen ein immer größer werdendes Freizeitangebot zur Verfügung steht, zwingt demnächst wohl einige Vereine zur Sinnfrage – oder aber zur Zusammenarbeit mit den Nachbarortschaften.

Das ist auf der einen Seite bitter, weil dadurch das gesellschaftliche Leben in den Ort(steil)en leidet. Auf der anderen Seite eröffnen sich aber auch Chancen, gesellschaftlich und politisch: Ersteres, weil dann viele („mia san mia“) Ortsteile zu einer wahren Großgemeinde verschmelzen können und zweiteres, weil vielleicht auch die politischen Entscheidungsträger motiviert werden, die notwendigen (richtigen) Entscheidungen zu treffen, Stichwort „Gemeindezusammenlegungen“ oder „kommunale Zusammenarbeit“. Unter dem Strich ist nämlich ein großer, gut geführter Verein mit motivierten Funktionären mindestens doppelt so viel wert, wie zwei kleine, die sich von einem Jahr zum nächsten hanteln und kaum Perspektiven haben.

m.pekovics@bvz.at