Erstellt am 04. Februar 2015, 07:14

von Michael Pekovics

Hakenkreuz als Ausdrucksmittel?. Michael Pekovics über einen jungen Mann, der seine Gesinnung auf der Hand trägt – oder ungeschickt ist.

Die Facebook-Fotos jenes jungen Mannes, der sich mit Hakenkreuz am Handrücken und aufgemalten Hitler-Bart im Internet präsentiert, lassen nur zwei Interpretationsmöglichkeiten zu: Entweder, es handelt sich um eine „b'soffene G'schicht“ oder aber es gibt einen rechtsextremen oder rassistischen Hintergrund beziehungsweise Sympathie für Nazi-Symbole.



Für Ersteres spricht, dass das Foto am Sonntag Morgen in einem Kaffee aufgenommen wurde, was die Vermutung nahe legt, dass die Nacht durchgefeiert wurde. Für Zweiteres spricht die Beobachtung von Jennersdorfern Bürgern, dass es in letzter Zeit immer wieder zu rassistischen Äußerungen aus dem Umfeld des jungen Mannes gekommen war, zuletzt – ebenfalls auf Facebook – unter einem Artikel über eine Frau, die privat Flüchtlinge bei sich aufgenommen hatte.

Mittlerweile hat der junge Mann sein Profilbild so zugeschnitten, dass die „Hakenkreuz-Hand“ nicht mehr sichtbar ist (der Polizei liegt der vollständige Screenshot vor), das Bild mit Hitler-Bart fand sich bis Redaktionsschluss aber weiter auf der Seite. Aber für Hakenkreuze kann es keine Entschuldigung geben, auch wenn Fasching ist.