Erstellt am 14. Dezember 2011, 00:00

Immer mehr pendeln aus. MICHAEL PEKOVICS über steigende Mobilitätskosten und die Forderungen an die Politik.

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Burgenland – Land der Pendler (siehe Seite 24). Das trifft vor allem auch auf die drei südlichen Bezirke zu: In Oberwart, Güssing und Jennersdorf pendeln mehr Menschen aus als ein. In den vergangenen 40 Jahren hat sich der Anteil der Auspendler mehr als verdoppelt – die Veränderungen der Arbeitswelt und die Suche nach Arbeitsplätzen treibt die Menschen in die Städte. Das ist insofern kein Problem, als sie dann auch wieder zurückkommen und in ihrer Heimat wohnen.

Wenn aber angesichts der steigenden Spritkosten der Saldo unter der Rechnung Einkommen minus Fahrtkosten immer kleiner wird, ist es kein Wunder, dass die „Speckgürtel“ rund um die Städte immer dicker werden und abgelegene Regionen wie eben das südliche Burgenland eine ist mit einem Bevölkerungsminus kämpfen müssen. Eine Strategie dagegen wären billigere öffentliche Verkehrsmittel nach Wien. Natürlich ist der Bus eine Alternative zur Bahn, aber er ist eben viel teurer. Wenn nun SPÖ-Politiker nach der Einstellung des Personenverkehrs sogar noch von einer „Attraktivierung“ des Angebots sprechen, dann ist das eine Negierung der Realität. Und das steht Politikern einfach nicht zu.

 

m.pekovics@bvz.at