Erstellt am 13. Februar 2013, 00:00

Irgendwas bleibt immer „picken“. Michael Pekovics über die Einstellung der Ermittlungen gegen Ex-Stadtchef Gerhard Pongracz. Nun bleibt die Katze also im Sack. Die Ermittlungen der Korruptionsstaatsanwaltschaft gegen Ex-Bürgermeister Gerhard Pongracz, Stadtamtsleiter Werner Gilschwert

Nun bleibt die Katze also im Sack. Die Ermittlungen der Korruptionsstaatsanwaltschaft gegen Ex-Bürgermeister Gerhard Pongracz, Stadtamtsleiter Werner Gilschwert und den Stadt- und Gemeinderat sind abgeschlossen, herausgekommen ist nichts. Zumindest nicht, das strafrechtlich relevant wäre (siehe Seiten 15 und 17). Damit ist die Weste von Pongracz juristisch zwar reingewaschen – und doch ist er als Politiker nachhaltig beschädigt. Denn schließlich hat er die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl für die SPÖ in Oberwart verloren, ob er in der kommenden Legislaturperiode noch einmal für den Landtag kandidieren wird, ist fraglich. Offen ist auch, wer denn nun wirklich schuld an der Oberwarter Finanzaffäre ist. Die Justiz hat zumindest festgestellt, dass keine der handelnden Personen strafrechtlich relevante Taten begangen hat. Bleibt aber nach wie vor die Frage nach der politischen und auch moralischen Verantwortung im Raum. Jetzt wird diese Causa nie restlos aufgeklärt werden. Und auch wenn die Justiz Pongracz von allen Vorwürfen freigesprochen hat, bleibt dennoch etwas „picken“ – egal, ob Pongracz das will oder nicht.