Erstellt am 21. September 2011, 00:00

Jeden Tag ein anderes Alibi. MICHAEL PEKOVICS über die Sinnhaftigkeit von „Tagen“ generell und autofrei speziell.

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An jedem Tag im Jahr gibt es ihn – einen Gedenk- oder Mottotag. Angefangen vom „Welttoilettentag“ (19. November) über den „Tag des Weltpostvereins“ (9. Oktober) bis hin zum „Tag des Iberischen Pferdes“ (8. September) reicht die Palette – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. In dieser Woche gibt es den „Autofreien Tag“. An und für sich hat die Überlegung, einen Tag im Jahr auf das Auto zu verzichten, ja ihren Reiz. Aber das funktioniert in Städten, aber nicht im Südburgenland. Wie soll man nach Oberwart kommen, wenn nicht mit dem Pkw? In den vergangenen Jahren war es so, dass am „Autofreien Tag“ genau so viele Pkw unterwegs waren wie an jedem anderen Tag. Aber in diesem Jahr hat sich die Stadtgemeinde mehr überlegt als in der Vergangenheit und auch der Ort der Aktionen wurde vom Badparkplatz in die Bahnhofstraße verlegt. Das kann aber nur der Anfang gewesen sein – sowohl was autofreie Tage als auch den Ort betrifft. Dass es funktioniert, zeigt Wulkaprodersdorf – dort wird die Hauptstraße für einen Tag zur Fußgängerzone und aus einer kleinen Veranstaltung ist ein großes Event geworden. Das muss auch in Oberwart möglich sein.

KOMMENTAR

m.pekovics@bvz.at