Erstellt am 20. Juli 2011, 00:00

Kein Zocken mit Steuergeld. MICHAEL PEKOVICS über ahnungslose Funktionäre und skrupellose Bankberater.

 |  NOEN
x  |  NOEN

Die Aussicht auf s schnelle Geld war wohl zu verlockend für den ehemaligen Vorstand des Wasserverbands südliches Burgenland (WVSB). Wie sonst ist zu erklären, dass Gelder in hochriskante Anlageformen gesteckt wurden und das noch dazu mit einer so schlechten Streuung, dass fast 90 Prozent (!) der Veranlagung in nur zwei Titel steckten. Dass angelegtes Geld in welcher Form auch immer investiert wird immer gestreut werden muss, lernt man in der 2. Klasse Handelsakademie, Betriebswirtschaftslehre. Entweder war die Beratung der Bank tatsächlich so schlecht, dass der Vorstand nicht darauf hingewiesen wurde, oder der ehemalige Vorstand hat es gewusst und fahrlässig gehandelt. Wo aber bleibt die Verantwortung? Zockt man mit privatem Geld, muss man die Folgen tragen, sprich den Verlust verkraften. Wenn es um öffentliche Gelder geht, noch dazu in einem so sensiblen Bereich wie der Wasserversorgung, dann muss man sich schon fragen, welch´ böse Geister die handelnden Personen getrieben haben. Hoffentlich ziehen aus diesem Fall auch viele andere Steuergeld-Zocker ihre Lehren, BEVOR die nächste Finanzkrise kommt.

KOMMENTAR

m.pekovics@bvz.at