Erstellt am 10. Dezember 2015, 03:03

von Patrick Bauer

Keine Zugänge ist wirklich „mutig“. Patrick Bauer über den SC Pinkafeld, wo ein gehöriges Wagnis eingegangen wird.

Der Weg, den BVZ Burgenlandligist SC Pinkafeld in den vergangenen Jahren einlegte, ist ein löblicher. Cheftrainer Thomas Pratl ist ein Verfechter der Jungen, gibt ihnen Chancen und nimmt Formschwankungen in Kauf – wie das auch in Stegersbach, Neuberg, Jennersdorf und bei anderen Klubs im Süden der Fall ist.

Aber die Abgänge von Dominik Weiss und Martin Kollowein ohne personelles Nachlegen bewerkstelligen? „Mutig“, nannte es Pratl – und das ist es in jeder Form.

Natürlich kommen Manuel Dorner und auch Florian Prochazka zurück und auch der Unterbau ist traditionell gut, aber viele Verletzungen dürfen nicht passieren. Dazu darf man auch die Rolle, die Kollowein oder Weiss innerhalb der Mannschaft einnahmen, nicht außer Acht lassen. Junge Spieler brauchen Führung. Die ist in der Defensive mit Josef Balla, Christian Plank oder Dominik Luif gegeben, aber in der Offensive, in der sich vieles auf Anze Kosnik konzentriert, nicht.

Ein Abstieg wäre sicher kein Weltuntergang, aber viele Kicker wollen sich so weit oben wie möglich präsentieren, beweisen und zeigen – da ist die BVZ Burgenlandliga ein besseres Sprungbrett, als die 2. Liga. So muss dem Ligaerhalt alles untergeordnet werden und eine Offensiv-Alternative wäre doch schön. Damit beim SC Pinkafeld alle beruhigt(er) schlafen.