Oberwart

Erstellt am 06. Juli 2016, 06:11

von Michael Pekovics

Beste Lösung mit viel Kritik. Michael Pekovics über schnelle Millionenverkäufe und undichte Stellen im Stadtrat.

Der Verkauf der Andreas Hofer-Siedlung ist sowohl für die Stadt als auch die OSG eine win-win-Situation. Die Stadt erspart sich die anstehenden Investitionen der Zukunft, die OSG wiederum hat mit den direkt an die Wohnungen der Südtiroler-Siedlung anschließenden Gebäuden ein weiteres „Schmuckstück“ erworben.

Mittels Gutachten war bereits im Vorfeld abgeklärt worden, dass der Verkauf an die OSG ohne Ausschreibung in Ordnung geht. Dennoch langten kurz vor der Gemeinde- aber nach der Stadtratssitzung zwei neue Angebote ein – interessanterweise in ähnlicher Höhe und mit ähnlichem Inhalt wie jenes der OSG, allerdings ohne die Möglichkeit, das Wohnbauförderungsdarlehen von 600.000 Euro zu übernehmen.

Das heißt, dass es eine undichte Stelle im Stadtrat gibt, dieser ist aber zur Verschwiegenheit verpflichtet. Interessant auch, weil einige Gemeinderäte bei der Sitzung ohne Vorbereitung abstimmen mussten und schlechter informiert waren, als einige Unternehmer. Dass unter diesen Umständen auch ein guter Plan kritisiert wird, darf angesichts der beginnenden Positionskämpfe für die Gemeinderatswahl 2017 nicht wundern.