Erstellt am 24. Dezember 2014, 05:03

von Michael Pekovics

Ölpreis fällt, aber Fahrtpreise nicht. Michael Pekovics über die aktuelle Situation im öffentlichen Bus- und Bahnverkehr.

Mit dem neuen Mehrfahrtentarif (zehn Fahrten zum Preis von sieben) können sich Buspendler im Idealfall 480 Euro pro Jahr ersparen. Das klingt auf den ersten Blick gut, davon profitieren wird aber wohl leider nur eine recht kleine Gruppe von Erwerbstätigen. Nämlich jene, die pro Quartal genau zehn Mal mit der Südburg nach Wien oder nach Hause fahren müssen. Das ist wichtig, weil es immer mehr atypische Beschäftigungsverhältnisse gibt, betrifft aber nicht die große Masse der Pendler, die mit dem (aktuell nicht vorhandenen) Zug um bis zu 30 Prozent billiger unterwegs wären.

Wobei sich aufgrund der Ölpreisentwicklung und dem dadurch niedrigen Spritpreis ohnehin die Frage stellt, ob die Ticketpreise nicht gesenkt werden müssten. Und vielleicht besteht angesichts der Entwicklungen bei der Bahn (siehe Seite rechts) ja doch noch Hoffnung auf eine Wiederaufnahme des Personenverkehrs. Der Anstieg des Güterverkehrs um 50 Prozent im Vergleich zu 2013 ist jedenfalls ein Signal dafür, dass die Schiene für die Unternehmer der Region wieder wichtiger wird. Vielleicht gilt das bald auch für die Pendler?