Erstellt am 28. September 2016, 05:24

von Michael Pekovics

… und jetzt auch der Hausarzt. Michael Pekovics über den erkennbaren Trend zu zentralisierten Einheiten am Land.

Das Pilotprojekt im Bezirk Oberwart schafft eine Win-Win-Situation. Einerseits für die Spitäler, die Kosten sparen, weil viele Patienten zwischen 17 und 22 Uhr erst gar nicht bis in die (teuren) Ambulanzen kommen werden. Andererseits für die niedergelassenen Hausärzte, die wochentags zwischen 17 und 22 Uhr keinen Bereitschaftsdienst mehr haben werden – das soll nicht zuletzt den Beruf des „Landarztes“ wieder attraktiver machen. So wie in vielen anderen, vor allem sehr ländlichen Bereichen wie dem unseren geht auch im Gesundheitsbereich der Trend zur „Zentralisierung“ weiter – mit allen positiven und negativen Aspekten. Einige Patienten wird dieses Projekt zunächst sicher etwas verunsichern – schließlich ist man es gewohnt, „seinen“ Arzt (oder jene der umliegenden Ortschaften) zu kennen. Im Spital sitzen zwar auch niedergelassene Ärzte aus dem Bezirk, aber wer schlussendlich Dienst hat, weiß man vermutlich nicht. Auf den zweiten Blick allerdings erkennt man dann den Gewinn für die Patienten: Wenn nämlich der Weg gleich ins Krankenhaus führt, kann dort im wirklichen Ernstfall viel rascher und effizienter geholfen werden.