Erstellt am 03. Juli 2013, 00:00

KOMMENTAR. Im Zweifelsfall fusionieren

Schon wieder gibt es zwei sportliche Schockmeldungen: Der ASV Großmürbisch (2. Klasse B Süd) stellt nach einem Jahr Auszeit den Betrieb ganz ein. Noch schlimmer ist die Meldung aus Badersdorf. Der Klub löst sich sofort auf, da er von der 2. Klasse A Süd in die B-Klasse verfrachtet wird. Erst zuletzt hatten die Kicker aus Neustift ihren Spielbetrieb für das nächste Jahr eingestellt. Auch die Löwen aus Litzelsdorf haben sich aufgelöst. Die Gründe sind der permanente Spielermangel und der (teilweise) nicht vorhandene Nachwuchs. Das Vereins-Sterben wurde zudem mit der neuen Klassenreform – die Mehrheit der Vereine im Südburgenland stimmte selbst zu – schneller als gedacht in Kraft gesetzt.

Jammern hilft aber wenig, im Gegenteil: Der Schritt, den Klub stillzulegen oder für ein Jahr auszusetzen, ist die Vorstufe zur Auflösung. Macht dieses Modell Schule, dann ist im Fußball-Unterhaus in den nächsten Jahren das große Aussterben vorprogrammiert. Aufgrund der Geburtenrückgänge sind die Probleme zwar verständlich. Bevor es ganz aus ist, sollten aber auch Fusionen mit der Nachbarortschaft überlegt werden.

Konkurrenzdenken hin oder her: Beispiele wie Strem und Heiligenbrunn zeigen, dass eine Fusion von Klubs, zumindest zeitlich begrenzt, möglich ist.