Erstellt am 15. Mai 2013, 00:00

KOMMENTAR. Konsequent, aber bitter für alle

Überraschend kam dieser Rücktritt, der am Ende unausweichlich war, denn einige Verantwortliche wollten mit Sandor Homonnai den Weg in die BVZ Burgenlandliga nicht bestreiten. Wie würden Sie sich fühlen, wenn Ihre Arbeit, trotz greifbarer Erfolge – kurz vor dem Aufstieg, BFV-Cup-Finale, Einzug in den ÖFB-Cup – nicht gewürdigt wird? Dass Homonnai in der letzten Woche selbst die Reißleine zog und sein Amt zur Verfügung stellte, war einzig konsequent.

Zehn Punkte beträgt der Vorsprung auf Verfolger Kohfidisch. Zehn Punkte auf eine Mannschaft, die Pinkafeld in den letzten Jahren höchstens als Testspielgegner zu Besuch hatte. Dazu steht man vor Vereinen wie Eberau, Allhau und anderen, die ebenso, mehr oder weniger, den Anspruch Burgenlandliga haben. Überzogene Erwartungshaltungen forcierten diesen Rücktritt.

Drei Jahre bastelte Homonnai an dieser Elf – drei Jahre mit Höhepunkten und einem Wermutstropfen im Vorjahr, als Buchschachen aufstieg. Hätte man sich damals getrennt, wäre es nachvollziehbar gewesen. Jetzt ist es einfach nur bitter. Bitter für Homonnai, der um einen Titel „betrogen“ wird. Bitter für das Team, das möglicherweise noch einbrechen könnte. Und bitter für den Verein. Denn ein gutes Licht wirft es nicht auf den SC Pinkafeld.