Erstellt am 24. April 2013, 00:00

KOMMENTAR. „Witzig“ sein ist nur entbehrlich

Vorweg: Das Thema „Rassismus“ auf den Sportplätzen hat sich in den letzten Jahren gebessert und ist zumindest nicht mehr ein selbstverständlicher Begleiter. Vom Tisch ist das Thema aber noch lange nicht. Das zeigt sich Woche für Woche, wenn Legionäre aufgrund ihrer Herkunft oder Hautfarbe diskriminiert werden und wenn Zuschauer glauben, so besonders „witzig“ sein zu müssen. Tatsächlich sind auch vereinzelte Rufe höchst entbehrlich.

Statt sich einfach zu freuen, dass gute Legionäre die Ligen oder Klassen mit ihrer Spielkunst, ihren technischen Fertigkeiten oder ihrem Einsatz bereichern, ist man darauf aus, die Kicker unnötig zu provozieren und sie schlecht zu machen. Bewundernswert, wie manche Spieler darüber stehen. Ob dies auch jedem Österreicher in einem anderen Land gelingen würde, so die Contenance zu bewahren?

Bei dieser Problematik darf man natürlich die Schiedsrichter nicht vergessen. Diese haben, wenn sie aus einem anderen Land nach Österreich kommen, die meisten Beschimpfungen zu ertragen und lösen dies oft mit einer Gelassenheit, die einfach bemerkenswert ist. Ein Glück.

Was wäre der Spielbetrieb ohne die Boskovskis, Tekelis oder Sevuks? Gar nichts! Der würde ganz schön alt aussehen.