Erstellt am 20. März 2013, 00:00

KOMMENTAR. Das Feuer lodert noch immer

Ein Hochrisikospiel wie das Wiener Derby braucht 600 Polizisten. Jenes der U23 von Burgauberg in Neustift zwei BFV-Beobachter (siehe links). Relativ ist das wohl vergleichbar. Vor allem wenn man weiß, dass die Gäste aus Burgauberg mit Bauchweh nach Neustift reisen – also alles andere als ein „normales“ Spiel. Die Erinnerungen an die unschöne Aktion im Heimspiel im Herbst (als ein Neustifter Spieler den Schiri der Burgauberger nach dem Spiel attackierte und verletzt) stecken noch in den Knochen.

Aber auch die Verbandsbeobachter werden aggressives Verhalten und hochgehende Emotionen nicht verhindern können, sie können sich maximal ein Bild der Lage machen und danach urteilen – sollte überhaupt etwas passieren. Diese Verantwortung hat jeder Akteur selbst, sich unter Kontrolle zu haben und im Sinne des Sports vernünftig aufzutreten. Einen Vorfall wie jenen im Herbst will niemand. Auch wenn nicht zu erwarten ist, dass wieder etwas ähnliches passiert, ist es auch verständlich, dass Burgauberg auf Nummer sicher gehen will. Bleibt zu hoffen, dass weder Hobbykicker noch Zuschauer ausrasten und alle ein spannendes Reservespiel sehen. Schließlich ist immer das Verhalten der Menschen entscheidend, ob ein „Hochrisikospiel“ dann auch tatsächlich eines wird.