Erstellt am 07. März 2012, 00:00

Läuft?s einmal, geht?s dahin. MICHAEL PEKOVICS über den ständigen Ruf nach Bürgerbeteiligung in Oberwart.

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Auch wenn das Interesse der Bürger an Stadtbelebung/-verschönerung steigt, richtig groß ist es noch immer nicht. Rund 120 Personen kamen zur ÖVP-Veranstaltung „Oberwart schöner machen“, einige von ihnen meldeten sich auch bei der Diskussion zu Wort. Was dabei auffällig war: Den meisten ging es um – objektiv kleine, subjektiv große – Probleme im direkten persönlichen Umfeld und nicht um das „große Ganze“. Das ist aber kein Wunder, schließlich ist den meisten das Hemd näher als der Rock.

Und genau dort liegt das Potenzial derartiger „Bürgerbeteiligungsprojekte“: Es braucht nur einen einzigen Stein des Anstoßes als Motivation. Dann wären die Bürger wahrscheinlich auch bereit, bei der Stadtverschönerung selbst aktiv mitzumachen. Dass das nun in einer „großen“ Stadt wie Oberwart schwerer ist, als in kleinen Gemeinden (Stichwort „Blumenschmuckwettbewerb“), liegt auf der Hand. Dennoch sollte das Potenzial, das in der Bevölkerung schlummert, genutzt werden. Sei es nun durch finanzielle Mittel (Bereitstellen von Materialien wie Erde, Blumen oder Farbe) oder ideelle Maßnahmen. Kommt der Stein einmal ins Rollen, ist er nicht mehr so leicht aufzuhalten.

m.pekovics@bvz.at