Erstellt am 02. Februar 2011, 00:00

Langer Atem zahlt sich aus. MICHAEL PEKOVICS über die Aufhebung des Baubescheides der OSG in Bad Tatzmannsdorf.

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Die Geschichte rund um die Aufhebung des Baubescheids des OSG-Projekts in Bad Tatzmannsdorf zeigt, dass sich Bürger durchaus gegen für sie „sinnlose“ Projekte wehren können. Immer wieder wurden die Einsprüche vom Bürgermeister und seiner Mehrheit im Gemeinderat abgewiesen. Nach der Weisung von BH-Chef Hermann Sagmeister, das Projekt sei zu genehmigen, blieb den Anrainern nur mehr der Gang zum Höchstgericht, in diesem Fall zum Verwaltungsgerichtshof. Dass die Entscheidung nach nur vier Wochen fiel, spricht für die höchste Instanz – die Beschwerdeführer hatten mit bis zu 1,5 Jahren gerechnet.

Die Kosten für das Verfahren – immerhin 1.326,40 Euro – muss das Land den Anrainern, ersetzen. Dass die ganze Geschichte jetzt wieder quasi von vorne beginnt und der Ausgang ungewiss ist, ist ein weiterer Aspekt. Schließlich gibt es bezüglich der Auslegung der Bebauungsrichtlinien in der Gemeinde weiterhin unterschiedliche Ansichten. Mit einem eingeschossigen Bau hätten die Anrainer „kein Problem“, die OSG spricht davon, dass jetzt „bis zu drei Geschosse möglich sind“. Angesichts dessen scheint der nächste Konflikt vorprogrammiert.

KOMMENTAR

m.pekovics@bvz.at