Erstellt am 31. Juli 2013, 00:00

Nachbarn mag man, oder nicht?. Michael Pekovics über die künftig immer wichtiger werdende Zusammenarbeit mit Ungarn. Der Fall des Eisernen Vorhangs im Jahr 1989 liegt mittlerweile 24 Jahre zurück. Und doch scheint es so, als ob die Schranken im Kopf erst jetzt zu fallen beginnen.

Der Fall des Eisernen Vorhangs im Jahr 1989 liegt mittlerweile 24 Jahre zurück. Und doch scheint es so, als ob die Schranken im Kopf erst jetzt zu fallen beginnen.

Im Unteren Pinkatal blickt man schon seit einigen Jahren intensiver über die Grenzen als anderswo. Das mag damit zusammenhängen, dass die Region allein von der geografischen Lage her etwas abseits liegt. Oder aber auch damit, dass die oft zitierte Multi-Kulti-Gesellschaft in Eberau und rund herum schon seit Jahrzehnten gelebte Realität ist. Auf jeden Fall sorgen die Pinkataler mit dem neuesten Projekt – eine grenzüberschreitende Kläranlage – wieder einmal für Furore.

Wer mag es ihnen da verübeln, wenn sie diese grenzenlose Zusammenarbeit auch gerne im Bildungsbereich – Stichwort „Scheinanmeldungen“ – für sich beanspruchen. Und tatsächlich ist es im heutigen Europa so, dass Regionen auf kurz oder lang zusammenwachsen werden. Daran führt kein Weg vorbei. Und weil das Pinkatal erkannt hat, dass seine Zukunft nicht in der 7.000 Einwohner zählenden Stadt Oberwart, sondern in der 80.000 Einwohnerstadt Steinamanger liegt, könnte ihm eine blühende Zukunft bevorstehen.