Erstellt am 14. März 2012, 00:00

Nächster Ort wartet schon. MICHAEL PEKOVICS über die Konsequenzen der Volksabstimmung in Großpetersdorf.

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Viel eindeutiger kann eine Volksabstimmung gar nicht ausgehen. Stellt sich die Frage: Sind die Befürworter zu Hause geblieben mit der Hoffnung, die notwendigen 40 Prozent würden ohnehin nicht erreicht, oder war es tatsächlich der „sanfte Druck“ von Landesrat Peter Rezar im Vorfeld, der die Gegner erst so richtig motiviert hatte, hinzugehen. Egal was es war – vorerst haben sich die Lager wieder „einzementiert“: ÖVP, FPÖ und Grüne fordern den Neubau eines Pflegeheims an einem anderen Standort, die (Landes)SPÖ bleibt bei ihrem „Nein“ und will Großpetersdorf die für das Hotel GIP versprochenen Tagsätze nicht zugestehen. Erst nach der Evaluierung des Pflegebedarfs 2013 werde darüber nachgedacht, stellt Rezar in Aussicht. Dass nun am anderen Ende des Bezirks, in Oberschützen, bereits die Forderungen nach einem Pflegeheim laut werden („Wir sind die nächsten auf der Liste“), darf nicht verwundern. Drei Dinge sind aber Fakt: Der Bezirk Oberwart verliert 29 Tagsätze für Pflegebetten, der Bedarf dafür wird bis 2013 steigen und eine politische Lösung ist nur dann möglich, wenn niemand – und vor allem nicht Rezar – das Gesicht verliert. Wie das gelingen soll, ist aber fraglich.

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m.pekovics@bvz.at