Erstellt am 25. September 2013, 10:14

Nicht alles, was glänzt, ist Gold. Michael Pekovics über den Jubel, weil in Güssing wieder Förderungen fließen.

Nun sprudeln sie also wieder, die Förderquellen für Güssinger Projekte zur Erforschung und Nutzbarmachung Erneuerbarer Energie. Mit ein Grund dafür ist mit Sicherheit, dass die Überprüfung der bisher geflossenen Fördergelder ergab, dass alles korrekt abgelaufen ist (die BVZ berichtete).

Dass am kommenden Sonntag Nationalratswahlen sind, dürfte die Sache noch etwas beschleunigt haben. Für das Zentrum für Erneuerbare Energie in Güssing ist das aber ohne Bedeutung. Reinhard Koch ist froh darüber, dass endlich wieder Projekte verwirklicht werden können – schließlich sind die Auftragsbücher bis Ende kommenden Jahres prall gefüllt.

Ein Scheitern des „Modells Güssing“ wäre nicht nur für die Region, sondern auch für das Land ein großer Verlust gewesen. Denn auch wenn der ehemalige Glanz heute weit weniger hell strahlt als noch vor einigen Jahren, so war es doch Güssing, das weltweit für Aufsehen sorgte und damit auch dem Burgenland einen gewaltigen Imageschub verpasste. Die Parteien sollten allerdings nicht vergessen, dass nicht sie, sondern der Pioniergeist der handelnden Personen dafür verantwortlich war – und hoffentlich auch bleibt.