Erstellt am 13. April 2011, 00:00

Oberschützen als Warnung. PATRICK BAUER über Finanzprobleme im Fußball.

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Der UFC Oberschützen steht vor dem Konkurs – keine gute Nachricht für den Fußball im Südburgenland. Vermutlich ist das nicht der einzige Verein, der in nächster Zeit kürzertreten muss. Geredet wird viel und überall, aber glaubt man einigen Gerüchten, sieht es auch bei anderen Klubs nicht rosig aus. Aber wen wundert es? Viele Spielergehälter sind abenteuerlich, viele Kicker ihr Geld nicht wert. Springt dann ein Sponsor ab oder kann auch die Gemeinde nicht mehr helfen, wird es eben eng für die betroffenen Vereine. Oft spielt eine überzogene Erwartungshaltung eine Rolle, oft aber auch einfach schlechtes Scouting mittelmäßiger Legionäre.

Oberschützen wird wohl nur ein Neuaufbau retten können. „Back to the roots“ sollte die Devise lauten, zurück zu alten Tugenden mit einheimischen Kickern, die das Trikot noch gerne tragen. Als positives Beispiel kann man hier Loipersdorf (2. Klasse A Süd) nennen, wo seit Frühjahr 2010 kein Legionär aufläuft – Platz vier nach 13 Runden liest sich ganz gut. Dort kann man nur hoffen, dass dieser Weg weiter gegangen wird. Natürlich ist es auch klar, dass nicht jeder Verein ein Team aus Einheimischen auf den Rasen schicken kann. Aber einen Versuch wäre es wert.

KOMMENTAR

p.bauer@bvz.at