Erstellt am 08. Dezember 2010, 00:00

Oberwart trifft keine Schuld. MICHAEL PEKOVICS über den Ärger der Gemeinden wegen der Schulerhaltungsbeiträge.

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Bildung kostet Geld. Dass die Bereitstellung dieser finanziellen Mittel nicht bei jedem Bürgermeister Freude auslöst, ist verständlich (siehe Seite 26). Der Ärger von Kemetens Ortschef Johann Nussgraber über die steigenden Schulerhaltungsbeiträge ist aus seiner Sicht berechtigt. Denn verbunden mit den höheren Kosten ist natürlich auch ein Kaufkraftabfluss nach Oberwart. Der Konflikt zwischen Kemeten und der Bezirkshauptstadt ist schon länger am Köcheln, nicht zuletzt deswegen hat Nussgraber immer wieder das (langsam aber doch Früchte tragende) Projekt „Aufschließung des Industrie- und Gewerbegebietes“ beharrlich verfolgt.

Was Nussgraber aber auch anerkennen muss, ist die Tatsache, dass viele Schulen in Oberwart in den vergangenen Jahren eben um viel Geld modernisiert wurden. Dass mit der Aufhebung der Sprengelpflicht viele Eltern ihre Kinder lieber nach Oberwart in die Neue Mittelschule schicken wollen, liegt ebenfalls auf der Hand. Schuld ist nicht Oberwart, weil es Geld in die Hand nimmt und in die Schulen investiert. Schuld hat vielmehr das System, das Gemeinden dazu nötigt, Geld für Schulbesuche in anderen Gemeinden zur Verfügung stellen zu müssen.

KOMMENTAR

m.pekovics@bvz.at