Erstellt am 04. Juni 2014, 10:13

von Michael Pekovics

Orte werden jetzt selbst aktiv. Michael Pekovics über die mangelhafte Versorgung mit Breitband-Internet in der Region.

Die schlechte Versorgung mit Breitbandinternet ist im Südburgenland schon länger ein Problem.

Von den 18 Prozent aller burgenländischen Gemeinden, die derzeit noch nicht versorgt werden, befindet sich der Großteil im Süden. Die gegenseitigen Schuldzuweisungen von SPÖ und ÖVP an die jeweils „gegnerischen“ Minister taugen zwar für politisches Kleingeld, gehen aber am Kern der Sache vorbei. Schließlich befinden sich SPÖ und ÖVP in einer Koalition. Die wiederholten Meldungen, jeweils der „andere“ Minister sei schuld, sind unglaubwürdig.

In Jennersdorf haben sich jetzt einige Gemeinden der „Lichtregion“ dazu entschlossen, selbst aktiv zu werden. Geplant ist, Handy- und Internetverbindungen via Strommasten herzustellen. Das kostet natürlich, aber den Gemeinden bleibt nichts anderes übrig: Schließlich ist schnelles Internet nicht nur für Betriebe wichtig, sondern spielt auch bei Ansiedelungsüberlegungen von Familien eine große Rolle. Wenn der Süden schon weit weg von den großen Zentren ist, so sollte doch wenigstens eine Anbindung an die große, weite Welt des Internets möglich sein – oder?