Erstellt am 09. Januar 2014, 00:00

von Michael Pekovics

Polit-Wirbel wirkt abschreckend. Michael Pekovics über die Auswirkungen der aktuellen Causa „WSO-Geschäftsführer“.

Eines ist klar: Die Diskussion rund um die Bestellung des neuen Geschäftsführers der WSO (Wirtschaftsservice Oberwart) schädigt den Standort. Denn auch wenn die Geschäfte laut Stadtchef Rosner mit dem bisherigen Chef Josef Kinzl normal weiter laufen, so zeigt die Absage von Klaus Grabenhofer, dass die politischen Querelen abschreckend sind.

Denn wenn plötzlich die zweite große Partei im Gemeinderat, die SPÖ also, gegen die Entscheidung einer ihrer Stadträte stimmt, dann riecht das nach politischer Strategie und Zermürbungstaktik – hört man zumindest hinter vorgehaltener Hand.

Sein Rückzug eröffnet der Stadtgemeinde nun aber neue Chancen – und kommt vielleicht deshalb gar nicht so unrecht. Denn in den nächsten Monaten stehen weitere Personalentscheidungen an: Wer wird „Supermanager“ für die geplanten „Stadtwerke“ und was passiert mit Amtsleiter Werner Gilschwert, der seit Juni im Krankenstand ist?

Rosner sollte aus der Causa aber eines gelernt haben: Ohne Mehrheit im Gemeinderat muss jeder Beschluss im Vorfeld doppelt und dreifach ausverhandelt werden – und nicht nur mit SPÖ-Vize Dietmar Misik.