Erstellt am 29. April 2015, 08:25

von Michael Pekovics

Süden kann die Nase vorn haben. Michael Pekovics über den Verband für Standesbeamte und warum der Süden innovativer sein muss.

Das Burgenland ist zweigeteilt. Im Süden die Bezirke von Oberpullendorf bis Jennersdorf, die allesamt die Einführung eines Standesbeamtenverbandes überlegen beziehungsweise schon durchgeführt haben (Oberpullendorf). Und die Gemeinden des Nordens, die bisher noch wenig Interesse an einem Verband haben, der das Personenstandswesen einheitlich regelt.

Offenbar ist der Kostendruck im Norden geringer als im Süden, wo die Bürgermeister sehr darauf bedacht sind, Ausgaben zu reduzieren und zu sparen, wo es nur geht. Das fängt bei gemeindeübergreifenden Einrichtungen an und hört jetzt eben bei einem Verband für Standesbeamte auf.

Auf kurz oder lang werden aber wohl auch die anderen Bezirke mitspielen und die Einführung des Verbandes zumindest überlegen. Nämlich spätestens dann, wenn sich das System bewährt hat. Das Beispiel zeigt deutlich, dass Innovation meistens aus einer Notwendigkeit heraus entsteht – in diesem Fall eben das Sparen und die immer komplizierter werdenden Gesetze. Womit sich wiederum eine Chance für den Süden ergibt: Nämlich Vorreiter zu werden auf dem Gebiet der gemeindeübergreifenden Kooperationen.