Erstellt am 01. Dezember 2010, 00:00

Überraschung fünf vor zwölf. MICHAEL PEKOVICS über das Angebot von Josef Unger an die Stadtgemeinde.

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Viel lauter hätte der Paukenschlag am vergangenen Montag in Oberwart nicht sein können. Josef Unger ist in den Poker um die Vergabe der Betriebsführung des Messezentrums eingestiegen. Quasi in letzter Minute eröffnet der erfolgreichste Unternehmer Oberwarts der Stadtgemeinde eine Möglichkeit, die die Verantwortlichen wohl nur schwer ausschlagen können. Nach der Stadtratssitzung am Montag, die erst kurz vor Mitternacht beendet wurde, bleiben laut Stadtchef Gerhard Pongracz nur zwei interessante Angebote über – eines davon dürfte wohl jenes von Unger sein, bestätigen wollte das aber niemand.

Die Entscheidungsträger wollen sich nicht in die Karten schauen lassen, sondern vielmehr „weitere Gespräche führen, um die letzten Details abzuklären“, wie Pongracz meint. Wie es beim Pokern eben üblich ist, wird von allen Seiten geblufft, was das Zeug hält. Der Einsatz ist hoch, geht es doch um eines der wichtigsten und bekanntesten Aushängerschilder der Stadt. Wer Josef Unger kennt, der weiß, dass er das Angebot nicht nur aus einer Laune heraus unterbreitet hat, sondern dass er eine Vision verfolgt. Und diese hat die Stadt Oberwart mehr als bitter nötig …

KOMMENTAR

m.pekovics@bvz.at