Erstellt am 10. Oktober 2012, 00:00

Unverhofft kommt oft. Michael Pekovics über die bevorstehende Stichwahl in Oberwart. KOMMENTARSo richtig glauben konnten es die ÖVP-Granden im Rathaus nicht, als durchsickerte, dass sie Stadtchef Gerhard Pongracz (SPÖ) nicht nur eine Stichwahl aufgezwungen,

KOMMENTARSo richtig glauben konnten es die ÖVP-Granden im Rathaus nicht, als durchsickerte, dass sie Stadtchef Gerhard Pongracz (SPÖ) nicht nur eine Stichwahl aufgezwungen, sondern sogar die Mehrheit bei der Bürgermeisterwahl errungen hatten. Und tatsächlich waren auch zahlreiche politische Beobachter erstaunt über die großen Verluste der SPÖ. Aber offensichtlich haben viele Wähler die Zahlscheine, die nach dem Auffliegen der Finanzaffäre verschickt wurden, nicht vergessen.

Pongracz sagt jetzt, er werde für etwas bestraft, das schon 1996, in der Zeit von Michael Racz, begonnen hatte und muss doch akzeptieren, dass ihn die Affäre politisch beschädigt hat. Anders Georg Rosner, der zweifelsohne unbelastet in die Wahl gehen konnte und sich strategisch richtig verhielt: Laufend sprach er von „Oberwart schöner machen“ und trug auch im Gemeinderat viele Beschlüsse mit. Querschüsse gegen Pongracz kamen eher aus der zweiten Reihe, in Form von Briefen des Altbürgermeisters Racz und Milan Linzer. Jetzt werden die Karten aber neu gemischt – und die Bürger dürfen sich auf weitere vier Wochen Wahlkampf einstellen.

ta.zvb@scivokep.m