Erstellt am 28. März 2012, 00:00

Viel dreister geht?s nimmer. MICHAEL PEKOVICS über die illegale Deponie einer Gemeinde mit Forstwart als Ortschef.

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Zufällig fand ein Spaziergänger im Tobajer Wald illegal abgeladenen Bauschutt. Wie sicher heraus stellte, stammt dieser von der Gemeinde selbst. Dass es immer wieder vorkommt, dass verantwortungslose Bürger ihren Müll in den Wald leeren, ist bedenklich, aber kaum zu verhindern. Dass das aber in einer Gemeinde passiert, wo der Bürgermeister auch Forstwart des Waldverbandes ist, schlägt dem Fass den Boden aus.

Dass der Ortschef zur Zeit der illegalen Entsorgung im Krankenstand war, fällt zwar unter mildernde Umstände, Entschuldigung ist das aber keine. Dazu kommt, dass der Bauschutt von den Bauarbeiten an der Volksschule stammt. Dass der Bauschutt zur Aufschüttung eines Waldweges verwendet hätte werden sollen, ist recht und billig. Allerdings hätte er dafür fachmännisch zerkleinert werden müssen. Allein schon deswegen, damit der Weg auch befahrbar ist. Denn das wäre ja eigentlich Sinn und Zweck der Aktion gewesen. Natürlich wäre die Zerkleinerung teuer gewesen, aber dann müsste sich Bürgermeister Manfred Kertelics jetzt nicht den Vorwurf gefallen lassen, dass seine Gemeinde gegen das Gesetz verstoßen hat. Und davor sollten ja alle gleich sein, oder?

m.pekovics@bvz.at