Erstellt am 23. Oktober 2013, 10:03

Visionen braucht die Stadt – jetzt!. Michael Pekovics über den Dornröschenschlaf in Güssings Stadtentwicklung.

Vier Jahre lang gab es in der Bezirkshauptstadt Güssing keinen Spatenstich für ein Wohnhausprojekt. Im Gegensatz dazu wurde in Jennersdorf (2012 zehn neue Einheiten) und Oberwart (43) kräftig gebaut. An diesem Beispiel zeigt sich, dass der Bezirk Güssing infrastrukturell im Vergleich wohl wirklich am schlechtesten da steht.

Nur zur Erinnerung: Der Bezirk ist der einzige Österreichs, wo es keinen Meter Bahngleise gibt. Die schlechte Verkehrsanbindung bringt natürlich auch mit sich, dass sich Betriebe es zwei Mal überlegen, ehe sie sich in Güssing ansiedeln. In den vergangenen Jahren „lebte“ die Bezirkshauptstadt vor allem von Forschung und Entwicklung im Bereich Erneuerbarer Energie. Aber auch in diesem Bereich schaut es – Stichwort Konkurs Biomasse, Verwertung Blue Chip – nicht gerade rosig aus.

Was es jetzt bräuchte, wäre eine Vision, wo Güssing in zehn, 15 oder 20 Jahren stehen will. Denn auch wenn zumindest im Wohnungsbaubereich der erste Hoffnungsschimmer zu sehen ist, so sollten sich die politisch Verantwortlichen doch überlegen, wo sie mit „ihrer“ Bezirkshauptstadt mittelfristig überhaupt hinwollen.