Erstellt am 30. November 2011, 00:00

Weg mit den Schulden!. MICHAEL PEKOVICS über den verlockenden Geldregen für die Gemeinden.

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Die Erlöse aus dem Verkauf der BEGAS-Anteile der Gemeinden dürften für viele Bürgermeister eine süße Verlockung sein. Denn gerade im Wahljahr 2012 sind zusätzliche Mittel für Investitionen gern gesehen. Mit dem Geld können Projekte auf Schiene gebracht werden, 2012 sind zahlreiche Spatenstiche vorauszusehen. Aber es kann auch anders gehen. Die Geldspritze könnte zum Abbau der Schulden verwendet werden, auch das bringt den Gemeinden auf lange Sicht Geld. Denn weniger Schulden bedeuten weniger Zinsen bedeuten mehr Investitionsspielraum – auf lange Sicht gesehen. Kurzfristig wird sich an der in vielen Gemeinden tristen Finanzsituation nicht viel ändern. Aber weil das eigene Hemd ja immer näher ist als der Rock, werden wohl viele Ortschefs das Geld lieber wieder ausgeben. Allein schon deswegen, um die Chancen auf die eigene Wiederwahl zu erhöhen. Bleibt zu hoffen, dass, wenn das BEGAS-Geld tatsächlich investiert wird, es für nachhaltige Projekte ausgegeben wird. In solche, die den Gemeindebürgern tatsächlich etwas bringen. Weil im Grunde „gehört“ die BEGAS zu 51 den Gemeinden und damit den Bürgern: Also sollten sie auch etwas davon haben.

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m.pekovics@bvz.at