Erstellt am 06. August 2014, 08:32

von Michael Pekovics

Wohnraum statt Flüchtlingen. Michael Pekovics über die finanzielle Unterstützung des Lands beim Kauf der Kasernen.

Als die ersten Spekulationen über die mögliche Unterbringung von Asylwerbern in leer stehenden Kasernen laut wurden, fielen den burgenländischen Beobachtern natürlich sofort die beiden Bundesheer-Standorte in Oberwart und Pinkafeld ein.

Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) dürfte es nicht anders gegangen sein. Um eine Asyldebatte wie in Eberau zu vermeiden, preschte die Landesregierung vor und beschloss die finanzielle Unterstützung zweier Bietergemeinschaften.

Nun stellt sich die Frage, ob das Land tatsächlich Steuergeld dazu verwenden soll, um private Investoren beim Start neuer Projekte zu unterstützen. Andererseits bekommt das Land ja auch etwas dafür, nämlich Flächen, und auch die beiden Städte profitieren von neuem Wohnraum.

Aber im Grunde geht es bei dieser Unterstützung um das Verhindern von neuen Asyl-Betreuungsplätzen im Burgenland, wo die Quote schon jetzt zu 99,9 Prozent erfüllt wird. Dadurch hat die Schaffung neuen Wohnraums aber leider einen bitteren Beigeschmack: Weil dieser nämlich auf dem Rücken von heimatlosen Flüchtlingen entsteht, die von einer eigenen Unterkunft nur träumen können.