Erstellt am 15. Januar 2014, 09:43

von Michael Pekovics

Zusammenarbeit ist gefordert. Michael Pekovics über das Problem der fehlenden praktischen Ärzte am Land.

Offene Stellen, die nicht besetzt werden können? Ja, das gibt es – trotz steigender Arbeitslosenzahlen. Konkret geht es um zwei ausgeschriebene Kassenarztstellen in der Bezirkshauptstadt Jennersdorf, für die keine Bewerber gefunden wurden. Die Ärztekammer warnt schon seit Jahren vor einem Mangel an Landärzten, schließlich gehen in den kommenden fünf bis zehn Jahren rund die Hälfte aller Allgemeinmediziner in Pension.

Das Problem gibt es aber nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland, wo offensiv um neue Ärzte geworben wird – auch bei uns. Unsere deutschen Nachbarn locken mit Vergünstigungen wie Häusern oder Geld. In Österreich ist davon noch nicht viel zu bemerken. Viel mehr verstärkt sich der Trend, dass Patienten eher ins Krankenhaus als zum Arzt gehen, was natürlich mit höheren Kosten für die Allgemeinheit zu Buche schlägt.

Gibt es in Zukunft am Land noch weniger Ärzte, wird sich die Situation weiter zuspitzen. Zwei der größten Probleme, die mangelnde Flexibilität und die ständige Bereitschaft, könnten durch Gemeinschaftspraxen oder grenzüberschreitende Zusammenarbeit, zum Beispiel mit der Steiermark, schnell gelöst werden.