Erstellt am 25. Mai 2011, 00:00

Kongress der Grünen. TAGUNG / Vermeidung von Plastikmüll und Überleben der dörflichen Strukturen waren Diskussionsthemen im OHO.

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OBERWART / Bei ihrem Zukunftskongress im OHO haben Burgenlands Grüne vergangene Woche zwei Schwerpunkte ihrer politischen Arbeit diskutiert: Müllvermeidung und Regionalwirtschaft.

„Jute statt Plastik“ war einer der ersten Slogans der Grünen. Das Plastiksackerl hält sich aber noch immer beharrlich. Die Grüne Umweltsprecherin Christiane Brunner kämpft seit Monaten vehement für eine Reduktion von Plastikmüll. Im Internet haben sich dafür an die 37.000 Unterstützer gefunden. Die Grünen Burgenland haben es sich zum Ziel gesetzt, den Plastikmüll im Burgenland zu reduzieren. „Die Regierung ignoriert die wachsenden Müllberge und setzen auf die Freiwilligkeit des Handels. Uns Grünen reicht das nicht. Müllvermeidung muss wieder an oberster Stelle stehen und nicht die Lieblinge von Landeshauptmann Niessl und Umweltminister Berlakovich, nämlich Müllverbrennung und Recycling. Es ist Zeit, dass SPÖ und ÖVP das endlich realisieren“, so Brunner.

Der zweite Diskussionsschwerpunkt behandelte die Zukunft des dörflichen Lebens. Der Grüne Landessprecher Michel Reimon meinte dazu: „Der Wandel unserer Dörfer ist dramatisch. Vor zwei Generationen waren sie noch bunt und lebendig, heute sind viele kaum noch mehr als Wochenendschlafplätze für Pendler-Familien. Wenn es uns nicht in den nächsten zehn Jahren gelingt, diesen Prozess zu stoppen, steuert das Burgenland sehenden Auges in eine Katastrophe. Wir müssen die lokale, kleinräumige Wirtschaft ankurbeln oder zumindest retten, was noch vorhanden ist.“

Grüne Ziele definiert. Peter Simak, Michel Reimon, Christiane Brunner, Werner Boote und Dagmar Tutschek (v.l.).