Erstellt am 15. Oktober 2014, 09:35

von Michael Pekovics

Orte planen jetzt Verband. Gemeinden des Bezirks planen einen Standesamtsverband. Dadurch soll die Bürokratie für einzelne Orte weniger werden. Geheiratet werden kann aber trotzdem überall.

Diskussion. Zahlreiche Bürgermeister und Amtsleiter trafen sich im Gasthaus Drobits, um künftig besser zusammen arbeiten zu können.  |  NOEN, zVg
Der Kostendruck auf die Gemeinden wächst, die Aufgaben werden immer vielfältiger. Unter diesem Gesichtspunkt luden Regionalmanagement Burgenland, südburgenland plus, Gemeindevertreterverband und Gemeindebund zu einer Diskussionsrunde zum Thema Gemeindekooperationen ins Gasthaus Drobits nach Oberwart.

„Abwicklung von speziellen Fällen leichter“

Moderator Gerhard Schlögl präsentierte verschiedene Kooperationsbeispiele aus anderen Bundesländern. Am intensivsten wurde über einen sogenannten Standesbeamtenverband diskutiert, den es im Bezirk Oberpullendorf bereits gibt.

„Dadurch würde die Abwicklung von speziellen Fällen leichter werden“, sagt dazu Markt Allhaus Bürgermeister Hermann Pferschy (ÖVP), der so wie viele seiner Amtskollegen diese Überlegungen befürwortet. „Von den Anwesenden haben sich alle dafür ausgesprochen, im Bezirk Oberpullendorf läuft das recht gut.“

Nächstes Treffen im November geplant

Die zentrale Anlaufstelle für alle bürokratischen Erledigungen im Falle einer Hochzeit wäre dann wohl in Oberwart, weil schon jetzt dort die meisten offenen Fragen der Gemeinden beantwortet werden. „Die Materie ist so komplex, dass es einfach Experten braucht und die hat nicht jede Gemeinde“, sagt Pferschy.

Das nächste diesbezügliche Treffen soll im November stattfinden. Die Kosten für die Umsetzung und den laufenden Betrieb sollen alle Gemeinden anteilsmäßig leisten, zentrale Anlaufstelle wäre künftig das Oberwarter Rathaus.