Oberwart

Erstellt am 11. Oktober 2017, 14:17

von Michael Pekovics

Neue Details zum Spitalsneubau. Bei einer Pressekonferenz stellten Landesrat Norbert Darabos (SPÖ), Lenkungsausschussmitglied und Pflegedirektor Andreas Schmidt und KRAGES-Projektleiter Josef Strohmaier die aktuellen Planungen für den Neubau des Oberwarter Krankenhauses vor.

160 Millionen Euro Gesamtinvestition, 320 Betten für ein Einzugsgebiet mit weit mehr als 120.000 Menschen, sieben "Finger", vier Geschosse, Fertigstellung in den "frühen 2020er-Jahren" - so präsentierte Gesundheitslandesrat Norbert Darabos (SPÖ) zusammengefasst die "größte Investition ins burgenländische Gesundheitssystem" bei einer Pressekonferenz am Mittwoch.

Der aktuell im Planungsstadium befindliche Neubau soll, so der Landesrat, "so transparent wie noch nie zuvor" durchgeführt werden, um die Plankosten von 160 Millionen Euro auch einhalten zu können. "Sie können mir glauben, ich will noch länger in der Politik sein, der Kostenrahmen ist einzuhalten", sagte Darabos.

Demnächst erfolgt die Vergabe der örtlichen Bauaufsicht, bis Ende Oktober sollen die vollständigen Generalpläne vorliegen, dann erfolgt die Ausschreibung für den Generalunternehmer. "Die Fertigstellung ist für die frühen 2020er-Jahre geplant", stellt Darabos in Aussicht, will sich aber auf kein fixes Jahr festlegen, weil Einsprüche nach den Ausschreibungen zu nicht planbaren Verzögerungen führen könnten. 

14 Behörden im Vorfeld eingebunden

Im Vorfeld der Generalplanung wurden rund 85 Gespräche mit klinischem oder pflegerischem Personal geführt, dazu kamen noch 40 Gespräche mit Mitarbeitern aus der Logistik und der Verwaltung. "Zusätzlich wurden bereits mit zahlreichen Behörden Vorgespräche geführt, insgesamt sind bis zu 14 Stellen mit dem Projekt befasst", sagt KRAGES-Projektleiter Josef Strohmaier und weist darauf hin, dass "nur der Bau eines Flughafens komplexer ist als jener eines Krankenhauses".

Insgesamt wird beim Neubau eine Bruttogrundfläche von 50.000 Quadratmeter verbaut, 26.000 Quadratmeter sind als Nutzflächen vorgesehen - das gesamte Projekt wird ein Volumen von 226.000 Kubikmeter umfassen. Knapp 8.000 Quadratmeter sind für Untersuchung und Behandlung vorgesehen, knapp 10.000 Quadratmeter für Pflege. Auf die Bereiche Ver- und Entsorgung entfallen 4.500 Quadratmeter, knapp 3.000 Quadratmeter werden für soziale Dienste, Lehre und Schulung verwendet und die Verwaltung wird auf 840 Quadratmeter untergebracht.

Krankenhaus wird kleiner aber effizienter

Im Vergleich zum jetzigen Krankenhaus wird das Leistungsangebot für Patienten verbessert, auch wenn die Bettenanzahl von derzeit rund 350 auf 320 verringert wird. Dafür wird das Angebot im Bereich der Tageskliniken ausgebaut, so wird es etwa im Ambulanzbereich einen tagesklinischen Eingriffsraum geben. "Trotz Reduktion von Betten wird die medizinische Leistungsfähigkeit massiv steigen", betonte der Ärztliche Leiter Kurt Resetarits.

Wo die einzelnen Station genau untergebracht werden, erfahren Sie beim Durchklicken der Bilder.