Rechnitz

Erstellt am 07. Dezember 2017, 05:21

von Michael Pekovics

Suche nach Massengrab geht trotz Frost weiter. Trotz Wintereinbruchs und Schneedecke geht in Rechnitz die Suche nach den Leichen der 180 Ermordeten weiter.

Budget ist erschöpft. Wie es mit der Suche in Rechnitz weitergeht, entscheidet sich erst nächstes Jahr.  |  BVZ

Bis zum Redaktionsschluss am Montag verlief die Suche nach dem Grab der 180 ermordeten jüdischen Zwangsarbeitern beim Kreuzstadel erfolglos, die Suche wird im Laufe dieser Woche, spätestens am Donnerstag, beendet. Einerseits weil der Wintereinbruch neue Grabungen erschwert, andererseits weil das Budget aufgebraucht ist, wie Grabungsleiter Nikolaus Franz im Gespräch mit der BVZ erklärt: „Diese Woche graben wir noch, dann ist das Budget erschöpft.“

<strong>BVZ.at berichtete</strong>

Nach dem Abgraben der Humusschicht geht es jetzt darum, in Richtung jener Bodenverfärbungen zu suchen, wo sich früher Stellungen, also Schützen- oder Laufgräben, befunden haben und wo die Archäologen das Massengrab der 180 ermordeten jüdischen Zwangsarbeiter vermuten. „Momentan gibt es noch nichts Neues, aber wir hoffen schon, dass wir noch etwas finden“, sagt der Grabungsleiter.

Die Suche soll auch 2018 weitergehen

Nach dem Abzug der Archäologen geht es dann darum, die Erkenntnisse der aktuellen Grabungen mit früheren zusammenzuführen, um zu eruieren, an welchen Stellen eine weitere Suche sinnvoll ist. „Aktuell wird es wegen der Witterung von Tag zu Tag schwerer, weil der Boden immer mehr gefriert“, sagt Nikolaus Franz.